Liebe Schachfreunde,
hiermit laden wir zur Jahreshauptversammlung am Freitag, den 9. März 2012 um 19:00 Uhr in die "Guud Stubb" des Gasthauses "Zum Taunus" (Schäferjakob) ein.
Anträge sind spätestens eine Woche vor Beginn der Versammlung schriftlich beim 1. Vorsitzenden einzureichen. Um rege Teilnahme an der JHV wird gebeten.
Im Anschluss an die JHV findet ab ca. 20:30 Uhr die vereinsintere 80-Jahr-Feier statt, zu der auch die Familien herzlich eingeladen sind. (Essen ist frei, Getränke zahlt jeder selbst).
Zu dem richtungsweisenden Match bei Flörsheim hatte sich unsere
Erste wieder gut eingestimmt und kam hervorragend aus den Startblöcken: nach ca. 1h
sah es an vier Brettern =/+= aus, an den anderen vieren war sogar schon klarer Vorteil für
unsere Mannen zu erkennen.
Als ich dies auf meinem ersten Kontrollgang erkannte, hielt ich es für eine gute Idee,
den bisher erfolgreichsten gegnerischen Punktelieferant aus dem Spiel zu nehmen und bot
früh Remis - was Stefan Ruppert nach halbstündigen Überlegen dann auch annahm.
Leider ging dann bei Justins toller Angriffsstellung etwas schief und mit einem
überhasteten Abtausch zwecks Raub des Rochaderechtes, kam auf einmal statt dem
gegnerischen der eigene König in Bedrängnis - und es gab leider kein Entrinnen mehr.
An den übrigen Brettern sah es aber weiterhin hervorragend aus und nach 3h gelang es
Andreas mit einem fein herausgespielten Sieg am Spitzenbrett wieder zu egalisieren.
In Anbetracht der guten Perspektiven an den übrigen Brettern, nahm Thali dann trotz
Mehrbauer (bei 2S gegen 2L) ein Remisangebot an, um den zu erwartenden Komplikationen
aus dem Wege zu gehen.
Beim Stand von 2:2 spielten somit noch Alex, Manfred, Stephan und Markus, die alle klaren
Vorteil herausgespielt und die Zeitnot gut überstanden hatten. Doch leider ging erneut was
daneben: Markus, der ein wildes Figurenopfer seines Gegners eigentlich schon widerlegt hatte,
griff fehl und geriet in ein Mattnetz.
Zum Glück ist unser (in 2011 ungeschlagener) Goalgetter Manfred auch heuer wieder
die Verlässlichkeit in Person und nach einem Bauernopfer holte er sich das Material
mit Zinsen wieder zurück. Dann gingen wir durch Stephans Sieg endlich erstmals in Führung
und es sah immer noch prima aus, auch wenn Alex' Partie nach einem Qualle-Opfer inzwischen
völlig undurchschaubar war. Doch Schachfreund Lahr verteidigte seine Ruine wie eine Löwin
ihr Junges und schaffte es Zug um Zug, Alex vor immer größere Probleme zu stellen.
Am Ende versuchte Alex sich in einem Turmendspiel mit Minusbauer ins Remis zu retten, doch
leider war auch dies nicht von Erfolg gekrönt und so konnten die Flörsheimer beim 4:4
noch einen Mannschaftspunkt ergattern, den wir gerne bei uns verbucht hätten.
Nichtsdestotrotz haben wir durch das Mannschafts-Remis einen weiteren wichtigen Zähler
für den Klassenerhalt eingefahren und können nun mit einem Sieg aus den übrigen 4 Spielen
bereits viel früher als erwartet das Saisonziel erreichen...
| Flörsheim 1 | - | Kelkheim 1 | 4 : 4 | ||
| Kelkheim 2 | - | Eschborn 3 | 6½ : 1½ | ||
| Nauheim | - | Kelkheim 3 | 4½ : 3½ | ||
| Kelkheim 4 | - | Sulzbach 2 | 2½ : 3½ | ||
| Hattersheim 6 | - | Kelkheim 5 | 3 : 2 |
Andreas' Spielbericht der Dritten:
Alles fing ein wenig abenteuerlich an, da KD am Flörsheimer Bahnhof einen Zug später als
geplant ankam und so vier Spieler eine halbe Stunde später im Spiellokal in Nauheim eintrafen.
Das war aber kein großer Nachteil, da alle erfahren genug waren, mit dieser Situation umzugehen.
Mit der Zeit gingen die ersten Bauern auf beiden Seiten verloren, so dass Niklas nach einem Gambit
und Andreas H. jeweils einen Bauer weniger hatten und Rolf dafür einen mehr. KD stand stark unter
Druck und sein Gegner wusste sicherlich nicht welche seiner vielen Drohungen er ausnutzen sollte
- am Ende war es eine Qualität weniger für KD bei schlechterer Stellung. Hansjörg hatte eine
unklare Stellung bei Königsangriff seines Gegners. KD holte mit der Zeit dank seiner guten Endspiel
Kenntnisse die Qualität zurück. Fabian spielte seinen h Bauer bis auf h5 vor und gewann dann die
Partie (wie, habe ich nicht gesehen). Anschließend gab mein Gegner auf. Mit jedem Zug wurde seine
Stellung schlechter, so dass ich erst einen Bauer, dann einen zweiten und dann einen Königsangriff
mit Matt oder Damengewinn bekam. Das war ein lockerer zweiter Punkt.
Niklas musste dann sich den gegnerischen Mehrbauern geschlagen geben. KD drohte seinen Freibauer
umzuwandeln, was sein Gegner mit Dauerschach und Remis beantwortete. Andreas H. konnte sein Endspiel
nicht halten und verlor. Leon hatte zwischenzeitlich einen Bauer mehr und musste dann eine Figur
bei 2B mehr hergeben. Er versucht im Endspiel noch ein Remis zu holen. Seine Idee war die
Türme und Bauer zu tauschen und dann zu sehen, ob sein Gegner ihn mit S+L matt setzen kann. Auf
die Frage ob er das kann, verneinte sein Gegner. Aber es kam anders und er verlor leider.
Rolf baute seine Stellung konsequent aus, sammelte Material ein und hatte einen gefährlichen
Freibauer. Das war der 3. und letzte Sieg. Die Partie von Hansjörg war eigentlich Remis, aber er
öffnete die Stellung und verlor dann nicht nur seine beiden Bauern am Königsflügel, sondern auch
die Partie. Hier galt, wer zuerst die Stellung öffnet verliert. Leider war es unser Spieler.
Somit stand die knappe und unglückliche Niederlage fest.
Roswithas Spielbericht von SFK 4:
Daniel meldete als Erster einen schön heraus gespielten Siegpunkt, kurz danach musste allerdings
Marcel S. an Brett 1 seinen Punkt abgeben - sein Gegner war einfach zu stark. Danach hatte sich
Gerhard B. bei einem bis dahin ausgeglichenen Spiel leider verrechnet bei der Abwicklung der
Tauschaktion: anstatt sich eine weitere Leichtfigur seines Gegners zu holen, stand er im Schach.
Ab da hatte sein Gegner eine Leichtfigur mehr, was Gerhard B. schließlich zur Aufgabe bewog.
Glück hatte Jannik, als sein Gegner maßgeblich zu einem Turmgewinn von Jannik beitrug. Jannik, der
bis dahin schlechter stand, nutzte diese Chance und spielte den Punkt nach Hause. Klasse!
Roswitha erzielte in einem ausgeglichenen Spiel schließlich ein Remis; Marvin hatte noch bis zum
Schluss gekämpft, musste aber dann auch seinen Punkt abgeben.
Wenn man bedenkt, dass alle Gegner durchschnittlich knapp 300 DWZ-Punkte mehr hatten und wir
haarscharf an einem Mannschafts-Remis vorbei geschrammt sind, sind die 2,5 Brettpunkte ein prima
Ergebnis. Glückwunsch nochmals an alle Punkte-Lieferanten !
Die Erste durfte in Runde 3 des MTS-Pokals bei Rüsselsheim 1
an die Bretter gehen und hatten sich wohl einiges vorgenommen, da sie mit ihren 4 Topspielern
antraten. Mit einiger Verspätung ging es dann gegen 20:15 Uhr los.
Bei mir lief es endlich auch mal wieder rund - mein Gegner lief mir genau in eine
Eröffnungsvariante, zu der ich der letzten Europa-Rochade eine sehr interessante Neuerung
entnommen hatte. So bekam ich ohne viel Anstrengung eine angenehme Druckstellung in der
Schachfreund Clitan eine schwere Verteidigung bevor stand. Nach gut 2h, im 20. Zug, griff er
dann fehl und ich konnte durch ein Zwischenschach die Dame erobern, sodass er sofort aufgab.
Also 1:0 für uns und bei den anderen Dreien sah es auch gut aus, sodass ich mir in einer nahe
gelegenen Bar erst mal ein Bierchen gönnte...
Als ich zurück kam, war das Spiel eigentlich bereits entschieden: Stephan hatte am Dritten
L+S gegen einen Turm gewonnen und war auf der Siegerstrasse, Thali knackte mit einem
schönen Qualitätsopfer die gegenerische Verteidigung und gewann dann eine Figur, wonach
er ebenfalls mit L+S+B gegen einen Turm vorging und auch Alex hatte am 2. Brett seinen
Angriff auf den generischen König sehr konsequent vorgetragen. Als die Zeitkontrolle
geschafft und Materialverlust unvermeidlich war, gab sein Gegner auf.
Eine Minute später reklamierte Thalis Gegner am 4. Brett dann den Gewinn durch ZÜ. Thali
hatte, abgelenkt durch Alex' erfolgreiches Erreichen der Zeitkontrolle, glatt vergessen,
dass er auch erst 40 Züge machen muss, bevor er 15min Zeitgutschrift bekommt und ließ im
39. Zug in aller Seelenruhe die Zeit ablaufen... Zum Glück war der Mannschaftssieg für uns
bereits sichergestellt, sodass Thali sein Missgeschick mit Fassung tragen konnte.
Den Abschluss machte dann Stephan, der eine weitere Ungenauigkeit seines Gegners zu einem
zweizügigen Matt ausnutzen konnte und damit den 3:1 Sieg für uns besiegelte.
| Rüsselsheim 1 (BA) | - | Kelkheim 1 (LL) | 1 : 3 |
Mal schauen, wenn uns das Los in der nächsten Runde (dem Achtelfinale) beschert...
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| Kelkheim, den 04.02.2012 | ![]() |
Euer WM Frank Staiger |
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