4.Spieltag: Auswärtsspiel in Griesheim

In der 4. Runde der Mannschaftswettkämpfe waren wir in Griesheim zu Gast. Da wir zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung antreten konnten, waren wir an allen Brettern, zum Teil recht deutlich, DWZ-Favorit. Dennoch hatten wir uns vorgenommen unsere Gegner nicht zu unterschätzen und konzentriert zu Werke zu gehen.

Zu Beginn sah es allerdings so aus als könnten wir einen ähnlich hohen Kantersieg wie gegen Rüsselsheim einfahren.

Mein Gegner hatte am 7. Brett in einer französischen Eröffnung mit Schwarz solide gespielt und sich eine sehr stabile Stellung aufgebaut. Dann hatte er jedoch einen fatalen Blackout und übersah eine einfache zweizügige Mattdrohung.

Den nächsten Punkt konnte Marcel nach einer Stunde am 8. Brett kampflos einfahren, da sein Gegner nicht erschienen war.

Kurze Zeit später einigte sich Frank am Spitzenbrett nach ausgeglichener Eröffnung auf remis.

Somit lagen wir bereits früh mit 2,5 : 0,5 in Führung.

An den übrigen Brettern entwickelten sich jedoch spannende Partien.

Am 2. Brett hatte es Andreas mit dem stärksten Griesheimer Spieler zu tun. In einer königsindischen Eröffnung mit Schwarz bei heterogenen Rochaden sah er sich einem gegnerischen Angriff am Königsflügel ausgesetzt.

Alex hatte am 3. Brett mit Weiß gegen eine Benoni-Verteidigung eine bequeme und aktive Stellung, die er mit einem Bauernsturm am Königsflügel fortsetzte.

Am 4. Brett hatte Manfred in einer französischen Stellung mit Schwarz einen gegnerischen Gambitbauern auf Kosten der eigenen Entwicklung verspeist. Die Rückgabe des Mehrbauern konnte die gegnerische Initiative aber leider nicht völlig neutralisieren.

Stefan hatte am 5. Brett mit Weiß solide gespielt und eine ausgeglichen Stellung erreicht. Durch eine Bauernmehrheit am Damenflügel konnte sein Gegner jedoch einen gewissen Druck aufbauen.

Am 6. Brett hatte Philipp mit Schwarz nach Morra-Gambit einen soliden Mehrbauern und eine aussichtsreiche Stellung.

Die nächste Entscheidung fiel dann aber erst um 17.30 Uhr.

Alex Bauernsturm am Königsflügel war zu einem Orkan angeschwollen und sein Gegner musste die Segel streichen.

Zwischenstand somit 3,5 : 0,5 für uns.

Doch das Match war noch nicht in trockenen Tüchern.

Philipp hatte seinen Mehrbauern leider nicht behaupten können und wickelte zudem etwas ungenau in ein Turmendspiel mit Doppelbauer auf der h-Linie ab. Mit guter Endspieltechnik gelang es ihm aber die Stellung zu halten und zum Remis zu führen.

Stefan schien nach einer Unaufmerksamkeit einen Bauern zu verlieren, was auch gleichzeitig die Partie gekostet hätte. Es gelang ihm aber nach einem Zwischenschach den Bauern zurückzugewinnen. Den entstandenen gegnerischen Freibauern konnte er blockieren und so die Stellung im Gleichgewicht halten.

Andreas hatte etwas Glück, dass sein Gegner in aussichtsreicher Stellung nicht die stärkste Fortsetzung fand. Es gelang ihm dann sogar mit einem Bauernvorstoß Gegenspiel aufzubauen, was seinen Gegner zum Remisschluß durch Zugwiederholung zwang.

Auch Manfred war es inzwischen gelungen seine Stellung zu konsolidieren und im Schwerfigurenendspiel einigte man sich auf Remis.

Schließlich gab dann auch Stefans Gegner seine Gewinnversuche auf und fügte sich ins Remis.

Endstand somit 5,5 : 2,5 für uns. Damit bleiben wir auf einem guten Aufstiegskurs.