Spiel der Ersten gegen Rüsselsheim

In der 3. Runde gegen Rüsselheim waren wir nach Absagen von Thali und Phillip, für die Lars und Joshua eingesprungen waren, nur noch leicht favorisiert. Weil die Rüsselsheimer eine ziemlich ausgeglichene Mannschaftsaufstellung haben,  wurde von Manfred gleich die passende Strategie festgelegt: Unsere Spieler an den vorderen Brettern sollten gewinnen, die hinteren Bretter sollten durch vorsichtiges Spiel noch den ein oder anderen Punkt beitragen, um den Gesamtsieg zu sichern.
Die Rüsselsheimer waren ersatzgeschwächt und traten nur mit sieben Mann an. Der erste kampflose Punkt ging an mich, was mir das zweifelhafte Vergnügen einbrachte, diesen Bericht zu schreiben. Die nächsten Punkte ließen nicht lange auf sich warten: Bereits innerhalb der ersten 10 Zügen bekamen Marcel und Alexander ihre Partien geschenkt. Bei Marcel war es die katastrophale Eröffnungsbehandlung seines Gegners, der dann auch ordnungsgemäß sofort aufgab. Alex bekam im 9. Zug durch ein sinnloses „Opfer“ von seinem Gegner eine Figur geschenkt. Allerdings schien Alexanders Gegner eine Vorliebe für hoffungslose Stellungen mit Minusfigur ohne jede Aussicht auf Gegenspiel zu haben, so dass es sich noch lange hinzog, bis wir den schon lange klaren Punkt offiziell verbuchen konnten. Auch Manfred überspielte seinen Gegner mit seiner gewohnt soliden Spielweise bereits in der Eröffnung und konnte sein erdrückendes positionelles Übergewicht schnell in einen  Punkt umwandeln. Franks Gegner brachte sich nach einem übereifrigen und unüberlegten Angriff mit Bauernraub, mit dem er sich selbst in verlustträchtige Schwierigkeiten brachte: Der räuberische Läufer hatte keine Rückzugsfelder mehr, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis Frank diesen Läufer einkassieren würde. Damit war klar schnell, dass wir gewinnen würde - jetzt war nur noch die Frage wie hoch. Schließlich ging auch Joshua aus dem taktischen Handgemenge als Sieger hervor. Lars Partie war lange Zeit ausgeglichen. Lars nutzte jedoch die offenere Königstellung und einige Ungenauigkeiten seines Gegners aus, um sich nach und nach einen immer größeren Vorteil herauszuarbeiten, und war schließlich souverän in einem Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern erfolgreich. Stephans Gegner schien der einzige Rüsselsheimer zu sein, der keine Geschenke zu verteilen hatte. Stephan konnte die vielleicht hochklassigste Partie des Nachmittags lange Zeit ausgeglichen gestalten. Letztendlich übersah er am Ende jedoch eine taktische Wendung. Endergebnis 7:1. Manfreds Strategie ging also auf. Damit dürften wir Tabellenführer sein.