3. Spieltag: Knappe Niederlage für SFK1

Der dritte Spieltag verlief für unsere 1. Mannschaft recht turbulent. Leider verteilte die Schachgöttin Caissa das Glück und Pech nicht gleichmäßig, so dass wir zum Schluss eine knappe Niederlage einstecken mussten.

Nach etwa 3 ½ Stunden waren die Partien an den Brettern 5 – 8 mit einem Zwischenstand von 1:3 aus unserer Sicht beendet. Jürgen hatte bereits in der Eröffnung fehl gegriffen, konnte den Verlust einer Qualität mit der entstandenen Initiative nicht kompensieren und musste kapitulieren. Lars hatte nach der Eröffnung eine sehr hoffnungsvolle Stellung erreicht, die ihm dann aber allmählich zur Niederlage entglitten ist. Marcel ließ sich am Königsflügel die Bauernstruktur zugunsten einer aktiven Figurenstellung zerrupfen. Die Partie blieb aber immer im Gleichgewicht und endete mit einer Punkteteilung. Stephan konnte sich in verlustträchtiger Stellung in ein Remis retten.

Noch war nichts verloren, da ja noch 4 Partien liefen. Mitten in die Zeitnotphase kam dann die Nachricht, dass Alexanders Auto auf dem Parkplatz beschädigt wurde, wodurch die Konzentration schon erheblich beeinträchtigt wurde.

Zuerst nahm meine Partie ein für uns glückliches Ende. Ich hatte in der Eröffnung einen Bauern gewonnen und musste nun die generische Initiative abwehren. Es entstand ein offener Schlagabtausch mit Fehlern auf beiden Seiten. Zum Glück für uns war mein Gegner in klar gewonnener Stellung mit Mehrfigur einen Moment unaufmerksam und ließ ein einfaches Matt in 3 Zügen zu, so dass wir den Rückstand verkürzen konnten.

Alex stand in einem Schwerfigurenendspiel auf Gewinn, kam dann aber mit der Nachricht über den Autoschaden außer Tritt und landete in einem verlorenen Doppelturmendspiel mit Minusbauern, das sein routinierter Gegner technisch sauber zu Ende führte.

Mittlerweile war bei Frank ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett. Somit hatte Andreas die Chance, mit einem Sieg wenigsten einen Mannschaftspunkt zu retten. Sein weit vorgerückter Freibauer, unterstützt von der Dame bot die besten Voraussetzungen. Ein Schachprogramm hätte wohl den Gewinnweg schnell gefunden.

Andreas ist (zum Glück) kein Computer und ließ seinen Gegner nach der anstrengenden 6-stündigen Partie ins Remis durch Dauerschach entschlüpfen.

Jetzt gab auch Franks Gegner die Partie auf. Sein Turm war nicht in der Lage, den von Läufer und Springer unterstützten Vormarsch des a-Bauern zu verhindern.

Mit dem Endstand von 3,5 : 4,5 übernehmen wir nun in der Tabelle die „Rote Laterne“.