Bericht 1. Runde gegen Lorsch

Nach unserem erfolgreichen Wiederaufstieg in die Landesklasse trafen wir in der 1. Runde auf den Absteiger aus der Verbandsliga Lorsch 1.

Nominell waren beide Mannschaften etwa gleich stark einzuschätzen. Da Lorsch jedoch ohne ihren Spitzenspieler antrat, konnten wir uns gute Chancen ausrechnen einen erfolgreichen Saisonstart hinzulegen. Allerdings waren wir gewarnt, da wir in mehreren Wettkämpfen gegen Lorsch in vergangenen Jahren stets schlecht ausgesehen hatten.

Dies sollte sich leider auch heute bewahrheiten.

Nun aber der Reihe nach.

Marcel hatte am 6. Brett mit Weiß eine starke Eröffnung gespielt und sich eine aussichtsreiche Stellung aufgebaut. Leider übersah er eine gegnerische Drohung und verlor einen Bauern. Diesen Nachteil versuchte er mittels einer Kombination zu beheben indem er Dame für Turm und Leichtfigur gab, mit der Aussicht eine weitere Leichtfigur zu gewinnen. Dies entpuppte sich aber leider als Illusion und er fand sich in einer ziemlich trostlosen Stellung wieder, die letztlich zum Verlust führte.

Ich hatte am 7. Brett mit Schwarz eine lange Zeit ausgeglichene Stellung bis ich meinem Gegner einen Doppelbauern auf der C-Linie beibringen konnte. Bei dem Versuch dies durch Angriff gegen meinen Königsflügel auszugleichen, gingen ihm reihenweise seine Bauern am Damenflügel abhanden. Trotz großer Zeitnot (er spielte etwa 10 Züge lang nur mit dem 30-Sek. Inkrement), gelang es ihm dennoch starke Verwicklungen von Zaun zu brechen, die mir sehr genaues Spiel abverlangten. Schließlich konnte ich die Partie aber durch einen Mattangriff für mich entscheiden.

Fast zeitgleich gewann Frank seine Partie am Spitzenbrett, die nach meiner Einschätzung sehr lange ausgeglichen verlaufen war. Leider konnte ich die Entwicklung zum Sieg nicht mitverfolgen.

Ebensowenig die für mich überraschende Niederlage von Alex am 3. Brett, bei dem ich im Mittelspiel noch recht sicher war, dass er den vollen Punkt einfahren könnte.

Einen herben Rückschlag erlebten wir dann am Brett 2, wo Andreas auf Gewinn stehend im 39. Zug die Zeit überschritt, als er vergaß die Uhr im Auge zu behalten.

Als dann auch noch Lars am 8. Brett (gegen den nominell stärksten Lorscher !!) nach Figurenverlust die Segel streichen musste, sah es für uns düster aus.

Nun mussten Manfred und Jürgen beide auf Sieg spielen um uns noch ein 4 : 4 zu retten.

Manfreds Stellung mit Turm, gleichfarbigen Läufern und jeweils 3 Bauern schien mir sehr remisverdächtig zu sein, aber wir kennen Manfred ja als sehr geduldigen Spieler, der auch kleinste Vorteile noch auszunutzen vermag. Diesmal hatte jedoch sein Gegner das bessere Ende für sich und konnte den vollen Punkt verbuchen.

Somit blieb noch Jürgen am 5. Brett, der nach zwischenzeitlicher Verluststellung wieder schön ins Spiel zurückgefunden hatte und mit Dame und Turm gegen Doppelturm und Springer sowie einigen Bauern auf beiden Seiten kämpfte. Schließlich konnte er die offene gegnerische Königsstellung ausnutzend in ein Turmendspiel mit 2 verbundenen Mehrbauern abwickeln. Sein Gegner wollte die Hoffnungslosigkeit seiner Stellung jedoch nicht eingestehen und quälte Jürgen und uns noch recht lange ehe er aufgab.

Damit blieb uns unter dem Strich nur eine 3: 5 Niederlage. Wenn wir den Klassenerhalt nicht aus den Augen verlieren wollen, werden wir uns in den nächsten Runden steigern müssen.