Erster Saisonsieg für SFK 1

Die laufende Saison verlief bekanntlich für unsere Erste bisher sehr unglücklich und wir sind weit unter unseren Möglichkeiten geblieben.

Diesen Trend wollten wir mit Beginn des neuen Jahres umkehren, was uns nun auch überraschenderweise recht deutlich gelungen ist.

Mein Gegner hatte mit den weißen Steinen kein besonders großes Bestreben, einen vollen Punkt zu erspielen, so dass wir uns recht schnell auf ein Remis einigten.

Dann konnte Stephan bereits nach 23 Zügen seinen Gegner zur Aufgabe zwingen. Sein Gegner hatte seine Figuren recht unglücklich aufgestellt: Deckung der Türme auf der Grundreihe mit einem Springer auf c8 unterbrochen, schwache Grundreihe, Dame auf einem Ausflug auf dem Königsflügel.

Stephan gelang es mit einfachen, aber wirkungsvollen Zügen diese Schwäche auszunutzen und die generische Stellung auszuhebeln.

An den anderen Brettern wurde dann doch noch lange weiter gespielt.

Mit einem Punkt Vorsprung im Rücken spielt es sich etwas leichter und es ist nicht notwendig, ein übermäßiges Risiko einzugehen.

Zuerst willigte Lars in ein Remis ein. Er hatte sich einen Mehrbauern erkämpft, allerdings auf Kosten eines auf der Grundreihe abgeschnittenen Königs und der Partieausgang war noch ungewiss. Bei immer knapper werdender Bedenkzeit war den beiden Spielern dann doch die Punkteteilung lieber.

Andreas hatte in einer geschlossenen Stellung alle Hände voll zu tun, um die generische Initiative einzudämmen. Sein Gegner verbrauchte auf der Suche nach einem entscheidenden Vorteil viel Bedenkzeit. Wie die nachträgliche Analyse zeigte, verpasste sein Gegner den richtigen Augenblick, so dass die Partie ebenfalls mit einem Remis endete.

Auf dem Brett von Marcel ging es wie meistens hoch her. Allerdings musste sich Marcel einem furchterregenden Angriff seines Gegners erwehren. Dabei fand er immer die richtigen Züge. Als der Angriff abgeschlagen war, konnte Marcel seine Trümpfe ausspielen: Er schickte den c- und den f-Bauern nach vorn. Einer kam durch und sicherte einen weiteren Punkt.

Jürgen hatte ebenfalls eine vielversprechende Stellung auf dem Brett. Als er die Möglichkeit hatte, mit einem einfachen Zug die Qualität bei besserer Stellung zu gewinnen, war ihm dies zu wenig. Er wollte mit einem eleganten Springerzug die gegnerische Stellung völlig aus den Angeln heben. Das sah sehr gut aus, aber sein Gegner fand noch eine Lösung des Problems und entkam ins Dauerschach.

Nun stand es 4 : 2 und nur noch die Partien an Brett 1 (Frank) und Brett 3 (Alex) liefen.

Frank hatte wie immer eine sehr komplizierte und verbaute Stellung erzeugt. Sein Gegner griff am Königsflügel an, Frank am Damenflügel. Der Königsflügel war mittlerweile verrammelt, so dass es nicht mehr weiter ging, während am Damenflügel noch genügend Dynamik für weitere Angriffsaktionen vorhanden war. In Anbetracht des Spielstandes konnte Frank Remis anbieten, was sein Gegner schweren Herzens annahm.

Bei Alex war nach einigen Verwicklungen ein Endspiel mit zwei verschiedenfarbigen Läufern mit jeweils Turm und 4 Bauern entstanden.  Ein Weiterspielen machte aus Flörsheimer Sicht ebenfalls keinen Sinn mehr, so dass wir mit einem 5 : 3 Sieg nach Hause fahren konnten.