Ergänzung der Fide-Regeln (Januar 2018)

Etwas überraschend hat der Weltschachverband FIDE die im Sommer 2017 beschlossenen Schachregeln überarbeitet. Die neuen Regeln sind seit dem 1.Januar 2018 bindend. Wir fassen die Änderungen zusammen.

Neue Regeln im neuen Jahr

Einlegeblatt neue Fide-Regeln ab 1.1.2018 (70,0 KiB)

Übersicht Änderungen der Fide-Regeln zum 1.1.2018 (135,2 KiB)

Regelwidrige Züge im Schnell-/Blitzschach

Wir erinnern uns: Seit den letzten Regeländerungen gibt es 4 verschiedene Arten eines regelwidrigen Zuges:

  • Züge, die nicht dem Fide-Regelwerk entsprechen,
  • Bauernumwandlungszüge, die nicht mit einer Umwandlung enden,
  • Züge, die mit 2 Händen ausgeführt wurden,
  • Uhrendrücken ohne einen gültigen Zug.

Diese haben bisher zum direkten Partieverlust geführt. Nun aber wurde die Regel angepasst, so dass die Regeln für reguläres Schach auch hier gelten: Der erste regelwidrige Zug führt also zu einer Zeitgutschrift (2 Minuten) für den Gegner, während erst der zweite die Partie verliert.

Der Schiedsrichter im Schnell-/Blitzschach

Die neuen Regeln stellen klar, dass der Schiedsrichter regelwidrige Züge (egal, welche der 4 Arten) ahnden muss, wenn er sie beobachtet. Er muss zudem abgelaufene Bedenkzeiten reklamieren.

Zeitreklamation im Schnell-/Blitzschach

Es ist nun nicht mehr nötig, eine Restbedenkzeit auf der Uhr zu haben, um Zeit zu reklamieren. Elektronische Uhren zeigen im Allgemeinen an, welche der beiden Bedenkzeiten zuerst abgelaufen ist. Der Schiedsrichter hat daher ein klares Indiz, wie zu entscheiden ist.