Nach dramatischem Kampf: SFK1 - Lorsch 4 : 4

Nach einem dramatischen Kampf gegen Lorsch 1 konnten wir mit einem 4 : 4 den 4.Tabellenplatz festigen.

Zu Beginn stand es bereits 0 : 1. Wir mussten das 1. Brett unbesetzt lassen, da wir den Ausfall von 3 Stammspielern durch den Einsatz von Martin und Markus nur teilweise kompensieren konnten.

Auf den Brettern von Stephan und Lars war nicht viel los. Es wurden viele Figuren getauscht und bald endeten die beiden Partien remis.

Nach 2 Stunden gab es den ersten Paukenschlag: Mein Gegner opferte auf f7 einen Springer mit der Idee, anschließend auf e6 mit der Dame einzuschlagen und meinen König matt zu setzen. Glücklicherweise hatte die Kombination ein Loch. Mit einem Zwischenzug der Dame konnte ich meinerseits Matt drohen und den Einschlag auf e6 verhindern. Durch die unerwartete Wendung fand mein Gegner nicht die beste Fortsetzung. Ich konnte den Tausch der Damen herbeiführen und die gegnerischen Drohungen parieren. Mit einer Minusfigur wollte mein Gegner nicht weiterspielen und gab die Partie auf.

Es stand also ausgeglichen 2 : 2.

Nach 3 Stunden verflüchtigte sich der optische Vorteil, den sich Andreas mit den weißen Figuren herausgespielt hatte und er willigte ins Remis ein.

Insgesamt schätzte ich die Situation nun für uns sehr angenehm ein:

Jürgen brachte seine Figuren gegen den rückständigen Bauern auf e6 in Stellung, ohne dass ich ein Gegenspiel seines Gegners erkennen konnte.

Martin schickte einen Freibauern am Damenflügel auf die Reise zum Umwandlungsfeld.

Markus hatte sogar 2 verbundene Freibauern am Damenflügel, die in Richtung gegnerische Grundreihe vorrückten.

Nach 4 Stunden hatten sich die Vorteile in Luft aufgelöst.

Jürgens Gegner hatte Oberwasser bekommen.

Martins Freibauer war verloren gegangen und er musste um das Remis kämpfen.

Markus hatte durch ein Versehen einen seiner schönen Freibauern verloren und stand nun mit einem Minusbauern mit dem Rücken zur Wand.

Alles war wieder offen.

Nach 5 Stunden hatte Martin das Remis in der Tasche. Stand 3 : 3.

Nach 5 1/2  Stunden konnte Markus den gegnerischen Angriff mit dem Läuferpaar, unterstützt durch einen Turm nicht mehr aufhalten und sein König verfing sich im Mattnetz.  Stand: 3 : 4.

Nun war die Frage, ob unser Topscorer Jürgen mit einem erneuten Sieg das 4 : 4 noch retten konnte.

Er lehnte in ausgeglichener Stellung das Remisangebot seines Gegners ab und eröffnete mit Mut und Kampfeslust eine sehenswerte Schlacht. Beide Seiten hatten Dame, Läufer und 6 Bauern. Bald hatte Jürgen einen deutlichen Vorteil, da er zwei Bauern am Damenflügel so weit vorangetrieben hatte, dass der Weg zum Umwandlungsfeld nicht mehr weit war.

Dann unterlief Jürgen ein folgenschwerer Fehler. Er erlaubte das Eindringen der gegnerischen Dame und verlor 2 wichtige Bauern. Ich hatte in diesem Moment die Partie bereits abgeschrieben, aber nicht Jürgen. Er kämpfte weiter. Nachdem sein Gegner die beste Fortsetzung verpasst hatte, stürmte er mit seinem König in die gegnerische Stellung, eroberte dort zwei Bauern und unterstützte seinen Freibauern beim Marsch zum Umwandlungsfeld. Beide Seiten spielten nun nur noch mit dem Inkrement von 30 sec.

Nach über 7 Stunden Spielzeit setzte Jürgen den gegnerischen König im 113. Zug matt.

Eine großartige und kämpferische Leistung unseres Goalgetters, die mit dem Glück des Tüchtigen belohnt wurde!

Endstand: 4 : 4