SFK1 kann Flörsheim nicht aufhalten

Nach unserer Niederlage gegen Hattersheim wollten wir mit einem Sieg gegen den Tabellenführer den Abwärtstrend beenden.

Leider ging unser Wunsch nicht in Erfüllung.

Die Partien von Alex, Andreas, Stephan und Lars endeten recht unspektakulär und nicht ausgekämpft  mit remis. Damit musste die Entscheidung an den anderen 4 Brettern fallen.

Zunächst ging Jürgens Partie verloren. Er wollte nachweisen, dass allgemeine Grundsätze durchaus auch Ausnahmen haben können und leistete sich einen in der konkreten Stellung unüblichen Bauernraub. Das erwies sich jedoch als Schuss nach hinten. Der Gegner entwickelte eine gefährliche Initiative. Jürgen verlor entscheidend Material und konnte nur noch etwas im Trüben fischen, bevor er die Partie aufgab.

Marcel hatte mit einem Springer gegen zwei Bauern rein rechnerisch ein materielles Übergewicht. Ihm gelang es jedoch nicht, diesen Springer effektiv einzusetzen, so dass sich zum Schluss die beiden verbundenen Freibauern als stärker erwiesen und mit Unterstützung des Königs zielstrebig dem Umwandlungsfeld näherten. Marcel musste aufgeben und die Flörsheimer führten mit 4 : 2.

Franks und meine Partie waren noch völlig offen.

Ich stand recht optimistisch und konnte in einem damenlosen Mittelspiel einen Bauern erobern. Dabei wählte ich jedoch einen falschen Weg und ließ leichtsinnigerweise das Eindringen der gegnerischen Figuren in meine Stellung zu. Dem ersten Fehler folgt meist noch ein zweiter. Ich floh mit meinem König in die falsche Richtung. Das nutzte mein Gegner elegant aus und brachte meinen König zur Strecke.

Damit stand es 5 : 2 und der Mannschaftskampf war entschieden.

In allen drei Gewinnpartien zeigten die Flörsheimer, dass ein gutes Zusammenspiel der Figuren oft mehr wiegt als ein eventueller materieller Nachteil.

Der Kampf am ersten Brett dauerte dann noch sehr lange. Frank hatte einen Mehrbauern auf Kosten einer sehr schlechten Königsstellung. Es war sehenswert, wie Frank alle gegnerischen Attacken abwehrte. Mit der Rückgabe des Mehrbauern leitete er dann den Gegenangriff ein. Als die Grundbedenkzeit verbraucht war und beide Spieler nur noch mit 30 sec Bonus spielten übernahm Frank im entstandenen Damenendspiel endgültig die Initiative und führte einen Bauern erfolgreich zum Umwandlungsfeld.  Das Ergebnis der Partie hatte zwar keinen Einfluss mehr auf das Mannschaftsergebnis, vielleicht spielt es aber noch eine Rolle, wenn in der Endabrechnung die Brettpunkte über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden sollten.

Endstand 5 : 3. Die Flörsheimer werden wohl auf ihrem Weg in die Verbandsliga nicht mehr aufzuhalten sein, während wir uns im Pulk der abstiegsbedrohten Mannschaften wiederfinden.