SFK3: Vergebene Chancen in Bad Soden

Und hier ist auch schon der Spielbericht von Klaus-Dieter:

"Wir sind mit 6 Spielern pünktlich um 14h in Bad Soden angetreten. Für unseren Stammspieler Rolf Ferdinand, der in der Zweiten aushelfen musste, ist heute unser Jugendspieler Jonathan eingesprungen.

Es dauerte keine 5 Minuten, da meldete unser Jüngster Simon „Sieg“. Gesehen habe ich nichts, aber es stand 0 : 1. Nach knapp 1 Stunde konnte ich matt vermelden: 0 : 2. Mein Gegner forcierte den Abtausch seines d-Bauern gegen meinen e-Bauern. Sein d-Bauer, der nach Tausch auf der e-Linie stand, war von Turm e8 unzureichend gedeckt. Denn nach Dd1 x Dd8 und Te8 x Dd8 konnte ich mit Td1 x d4 einen Bauern einheimsen. Meine ansonsten bessere Stellung und zwei nicht optimale Abwehrzüge von Schwarz brachten im 33. Zug ein schnelles Matt.

Eine aussichtsreiche Partie mit Schwarz hatte auch unser Mannschaftsführer Gerhard Findeis gegen unser früheres Mitglied Roswitha Tischer – bis er sich verzockt hat. Ein überflüssiges Turmopfer schwächte seine Partie, er stand aber trotzdem noch auf Gewinn, wenn er nur seinen Läufer irgendwann mal auf von d7 auf c6 gestellt hätte mit der Drohung auf g2, den Punkt den seine Dame g7 bereits bedrohte: die kleine weiße Rochadestellung wäre erschüttert gewesen, zumal mit seinem Th8 und einem Springer weiterer Druck auf die Rochadestellung bestand. Ein schlechter Springerzug bedeutete schließlich weiteren Material- und Tempoverlust und damit Partieverlust: 1 : 2.

Inzwischen hat Jonathan in seinem zweiten Einsatz nach viel Materialverlust verloren: 2 : 2.

An dieser Stelle einen Dank an die beiden Väter, die ihre Söhne während der gesamten Partien stets begleiten.

Schachfreund Gerhard Bollerhey hätte trotz eines Minusbauern leicht Remis halten können, hätte er nur seine rückständigen Figuren gedeckt, anstatt einen schlechten Angriff  los zu zetteln. Auf dem Damenflügel waren die Bauern mit je 3 ausgeglichen, auf dem Königsflügel hätte der Mehrbauer des Gegners, ein Doppelbauer (3 zu 4), nichts ausrichten können: 2 : 3.

Andreas Hoppe hatte ein sehr aussichtsreich ausgehendes Mittelspiel mit der Möglichkeit nach Läufer/Springer – Tausch 2 Mehrbauern ergattern zu können. Seine schlechtere Tauschvariante führte zu einem Bauerngleichstand und schlechterer Stellung mit der Folge des Verlustes eines Turmes gegen einen Springer. Wir hatten uns jetzt trotz des hervorragenden Startes auf einen Niederlage im Mannschaftskampf eingerichtet. Da zog Andreas seinen 40. Zug und die Uhr des Gegners fing für seinen 40. Zug an zu laufen. Bevor dieser zog, fiel das Blättchen: Partiegewinn durch Zeitüberschreitung: 3 : 3.

Es sollte uns künftig nicht mehr passieren, dass wir eine Brettsituation von 4,5 :1,5 aus der Hand geben.

Klaus – Dieter"