SFK1 - Darmstadt: Spielbericht und Partie-Nachlese

Am 1. Advent empfingen wir den Tabellenführer Schachforum Darmstadt, der den sofortigen Wiederaufstieg in die Verbandsliga anpeilt.

Das Rennen gestalte sich sehr eng. Neben 5 Remisen gingen die entschiedenen Partien mit 2:1 an die Gäste.

Frank S. und Andreas einigten sich relativ schnell mit ihren Gegnern auf ein Remis.

Dann gab es für uns zwei nicht zu erwartende Rückschläge:

Alex stand ausgangs der Eröffnung recht gut. Er hatte lediglich seinen Läufer unglücklich ungedeckt am Rand stehen. Er fand nicht den richtigen Weg, ihn zu befreien, so dass der Läufer und damit auch die Partie verloren gingen.

Frank W. ist die Eröffnungsphase ziemlich misslungen. Er war einem stürmischen Angriff der gegnerischen Zentrumsbauern ausgesetzt. Zur Verteidigung hätte er präzise Züge finden müssen, was am Brett kaum möglich ist. Er konnte das Eindringen der gegnerischen Schwerfiguren nicht verhindern und gab die aussichtslose Partie bald auf.

Die Partie des Tages wurde am Brett 5 gespielt. Horst und sein Gegner verzichteten darauf, ihre Könige in Sicherheit zu bringen und stürzten sich jeweils auf den anderen Monarchen.

Das Brett brannte lichterloh. Der Kampf erreichte kurz vor der Zeitkontrolle seinen Höhepunkt. Wie die nachträgliche Analyse zeigt, verpassten zuerst Horst, wenige Züge später sein Gegner die Möglichkeit zum finalen Schlag. Erschöpft einigten sich die Kontrahenten nach 40 Zügen auf Remis.

Damit lagen wir 2 Punkte im Rückstand und nur noch Jürgens Partie bot reale Gewinnaussichten.

Mein Versuch, in einem völlig ausgeglichenen Endspiel noch etwas Unruhe zu stiften, wäre beinahe schief gegangen. Ich übersah die starke Antwort meines Gegners und büßte einen Bauern ein. Das Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern endete dann aber trotzdem mit Remis.

Inzwischen spielte Jürgen mit einer recht ungewöhnlichen Materialverteilung: Dame und Springer gegen Turm und 3 Bauern sowie  zwei weiteren Bauern auf jeder Seite. Rein rechnerisch ist das ein deutliches Materialplus. Wenn die Bauern jedoch unaufhörlich zur gegnerischen Grundreihe streben erfordert dies genaue Berechnung.  Nach fünf Stunden war es dann soweit und Jürgens Dame konnte sich in Zusammenarbeit mit ihrem Springer durchsetzen.

Nun war nur noch die Partie am zweiten Brett am Laufen. Manfred E. hätte mit einem Sieg den Ausgleich im Mannschaftskampf erreichen können. Das entstandene Endspiel mit zwei ungleichfarbigen Läufer bot jedoch zu viel Remis-Potenzial.

Endstand: 3,5 : 4,5

Weitere Details in der Partienachlese: https://www.schachfreunde-kelkheim.de/partien-studien-probleme/sfk1-darmstadt-partie-nachlese