SFK1 gerät in Langen unter die Räder

Am 3. Spieltag reisten wir zum Schachklub Langen, der in der letzten Saison unglücklich aus der Verbandsliga abgestiegen ist. Die Langener nahmen den Wettkampf gegen uns sehr ernst und setzten an Brett 7 und 8 zwei „Joker“ mit DWZ > 2100 ein.

Trotzdem wurde es ein harter Kampf, der erst nach mehr als 6 ½ Stunden entschieden war.

Wir gingen frühzeitig in Führung, als Andreas den gegnerischen König in der Mitte festhalten und mit einem taktischen Schlag zur Strecke bringen konnte.

Dann wurde jedoch noch stundenlang gekämpft, bis das Pendel zur anderen Seite ausschlug.

Die Niederlagen von Jürgen, Frank W. und Horst brachten die Langener plötzlich mit 3 : 1 in Führung.

Jürgen hatte sich bei einem Figurenopfer verrechnet und steckte versehentlich zwei Leichtfiguren in das Geschäft. Das war zu viel. Frank W. hatte bis kurz vor der Zeitkontrolle das Stellungsgleichgewicht gehalten. In Zeitnot machte er einen selbstverständlichen Zug (Turmverdoppelung) und übersah die starke Antwort seines Gegners, die einen Bauern kostete und in ein verlorenes Bauernendspiel führte.

Horst hatte ohne Zwang in besserer Stellung kaum berechenbare Komplikationen herauf beschworen, aus denen sein Gegner als glücklicher Sieger hervor ging.

In den anderen Partien sah es noch recht optimistisch aus.

Alex hatte ein Schwerfigurenendspiel mit einem Mehrbauern auf dem Brett. Mein Gegner und ich manövrierten in einem komplizierten Endspiel mit jeweils zwei Springern, Turm und 7 Bauern. An den beiden Spitzenbrettern stand es recht ausgeglichen, eher mit leichten Vorteilen für uns. Mit zunehmender Spielzeit stieg dann die Fehlerquote.

Alex unterschätzte die Kraft der gegnerischen Schwerfiguren, vernachlässigte die Sicherung seines Königs und musste eine unerwartete Niederlage einstecken. Stand 1 : 4.

Damit ging es in den laufenden Partien um alles oder nichts.

Mir gelang es zwar noch, die Partie zu gewinnen, als mein Gegner seinen Springer unglücklich ins Abseits stellte. Die beiden Spitzenbretter gingen jedoch verloren. Frank St. übersah eine Springergabel und büßte einen Springer ein. Manfred E. geriet in ein verlorenes Turmendspiel mit Minusbauern.

Endstand 2 : 6

Partien-Nachlese: https://www.schachfreunde-kelkheim.de/partien-studien-probleme/partien-nachlese-langen-1-sfk1