SFK1 - Schritt aus der Abstiegszone

Im Duell SFK1 gegen Frankfurt West 1 traten beide Mannschaften mit dem Vorsatz an, sich aus der Abstiegszone in Richtung Mittelfeld zu bewegen, was uns dann nach schweren 4 ½ Stunden auch gelungen ist.

Den Grundstein legte Andreas bereits nach zwei Stunden, als er mit einem (lautlosen) Blitzschlag aus heiterem Himmel seinen Gegner aus allen Remis-Hoffnungen riss. Es ist schade, dass bei einem Schachwettkampf ein derartiger Geniestreich weitestgehend unbemerkt bleibt, da ja alle Akteure auf ihre eigene Partie fokussiert sind. Einzelheiten findet ihr in der Partieauswahl. Wer sicher ist, dass er diesen phantastischen Zug ebenfalls gesehen hätte, meldet sich bitte bei mir!

Danach ging es etwas geruhsamer zu. Manfred E. und Frank W. folgten der Mannschaftsorder und beendeten ihre Schwarzpartien frühzeitig mit einem Remis.

Alle weiteren Partien wurden entschieden.

Zunächst meldete Stephan seinen Punktgewinn nach 22 Zügen. Er hatte im 15. Zug den gegnerischen Springer auf b4 angegriffen. Mit dem natürlichen Wegzug des Springers wäre die Partie, die ausgeglichen stand, ganz normal weiter gelaufen. Stephans Gegner wollte jedoch „zaubern“ und führte – auf Stephans Grundreihenschwäche spekulierend – Komplikationen herbei, die nach hinten losgingen und zum Matt nach 7 weiteren Zügen führten.

Zwischenstand 3 : 1

Dann folgte ein Rückschlag. Alex kam mit dem gegnerischen Bauernsturm am Damenflügel nicht zurecht. Er fand nicht das geeignete Gegenmittel und musste noch vor der Zeitkontrolle aufgeben.

Dann ging es am 5.Brett hoch her. Mir saß der Kassenwart der MTS Schachvereinigung gegenüber. Mein Gegner hatte Dame, Turm, beide Läufer und einen Springer gegen meinen König in Stellung gebracht. Als ich mit meinem König über f7 aus der Gefahrenzone fliehen wollte kam der Läufereinschlag auf h6. Das war offenbar etwas zu ungeduldig. Ich fand zwei starke Abwehrzüge, die den gegnerischen Angriff neutralisierten, mich mit einem deutlichen Materialübergewicht ausstatteten und meinen Gegner zur Aufgabe bewegten.

Dieser Punkt kam zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt. Unser Minimalziel, ein Mannschaftspunkt war erreicht.

Zwischenstand 4 : 2

Jetzt waren noch 2 Partien im Gange. Es war die Frage, ob wir den zum Mannschaftssieg erforderlichen halben Punkt erkämpfen.

Bei Jürgen sah es nicht danach aus. Ihm waren drei kleinere Ungenauigkeiten unterlaufen, die sich dann zu einem deutlichen Nachteil summierten. Der Gegner besaß im Endspiel bei offener Stellung das Läuferpaar, das er eindrucksvoll in Szene setzte und einen Freibauern erfolgreich zum Umwandlungsfeld führte.

Erneut lag die Last der letzten Partie auf Horst.  Die partieentscheidenden Züge erfolgten kurz vor der Zeitkontrolle. Die Akteure mussten nun nicht nur das Brett, sondern auch ständig die Uhr im Auge behalten. Horst nutzte eine unscheinbare Ungenauigkeit seines Gegners im 34. Zug und führte die Partie souverän zum Sieg. Ein schöner Abschluss dieses Wettkampftages!

Endstand: 5 : 3

Die Kelkheimer Gewinnpartien findet ihr hier:

https://www.schachfreunde-kelkheim.de/partien-studien-probleme/partieauslese-zum-6-spieltag-sfk1-ffm-west-1