SFK1 – SC Heusenstamm 1 : 3

Die Überraschung ist ausgeblieben. Der Heusenstammer Mannschaftsführer Dr. Benninger reiste mit zwei IM und 1 FM an, um unsere Erste aus dem Rennen zu werfen. Er selbst holte dann auch gleich am dritten Brett den ersten Punkt, als er – mit den schwarzen Steinen spielend - Jürgens (versehentliche) Einladung zu einem Springereinschlag annahm und im Zentrum den weißen König zur Strecke bringen konnte.

Ich spielte am zweiten Brett mit Weiß und konnte die eine oder andere kleine Drohung aufstellen, die mein Gegner, der erfahrene IM Solonar sofort im Keime erstickte. Im Gegenzug positionierte er auf d4 einen Riesenspringer, der im Zusammenspiel mit den anderen Figuren meine Stellung zertrümmerte und ich kurz vor der Zeitkontrolle kapitulieren musste.

Damit stand es 0:2 und unsere Chancen auf ein Weiterkommen waren auf ein Minimum gesunken.

Frank hatte sich am ersten Brett mit IM Zuyev (DWZ=2432) auseinander zu setzen. Bereits nach wenigen Zügen hatte Frank die gegnerische Dame zu einem Angriff eingeladen, um sie dann sogleich heftig zu attackieren. Es entstanden sehr ungewöhnliche Stellungsbilder und eine unsymmetrische Materialverteilung. Nach einem heftigen Scharmützel einigten sich die Protagonisten schließlich auf Remis. Bei der nachträglichen Partieanalyse konnten sich die Spieler nicht einigen, wer zu welchem Zeitpunkt besser stand. Hier muss wohl eine Computeranalyse das letzte Wort sprechen.

Stephan spielte am längsten. Er musste am vierten Brett mit Schwarz die lang anhaltende Initiative seines Gegners FM Rapoport neutralisieren. Dass gelang ihm sehr gut und die Partie landete in einem Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Remis. Damit kam es zum standesgemäßen 3:1 Sieg für Heusenstamm.