Viererpokal-Traum geplatzt

Am Freitagabend traten wir im Viererpokal-Halbfinale gegen Hattersheim an.

Während wir an allen 4 Brettern nominell etwa gleichstark besetzt waren, betrug der DWZ-Unterschied bei Hattersheim runde 1000 Punkte.

Manfred an Brett 2 und ich an Brett 4 wurden unseren Favoritenrollen relativ schnell gerecht und brachten uns mit 2 : 0 in Führung.

Damit waren die Hattersheimer gezwungen an den übrigen beiden Brettern voll auf Angriff zu spielen.

Stefan hatte es an Brett 3 mit unserem ehemaligen Vereinsmitglied, Tobias Makilla, zu tun und hatte sich im Mittelspiel einen Positionsvorteil erarbeitet. Tobias musste bei dem Zwischenstand alles riskieren und schlug mit seinem Läufer auf h3 ein. Stefans Antwort hatte es aber in sich, denn danach hingen 2 gegnerische Leichtfiguren und die Dame. Trotzdem fand Tobias starke Angriffszüge, die zu erheblichen Verwicklungen führten. Leider konnte Stefan diese nicht widerlegen, vielleicht waren sie aber auch einfach zwingend. Das wird wohl erst die Computeranalyse zeigen. Jedenfalls kam Hattersheim damit auf 1 : 2 heran.

Die Entscheidung musste somit am Spitzenbrett fallen. Hier hatte es Marcel mit keinem geringeren als dem 500-DWZ-Punkte besseren Fide-Meister, Wolfgang Gerstner, zu tun. Marcel stand nahezu die gesamte Partie über unter Druck, leistete aber hartnäckig Widerstand. Erst kurz vor Mitternacht musste er sich dem überlegenen Spiel seines Gegners beugen..

Damit sind wir leider aufgrund der schlechteren Berliner-Wertung ausgeschieden, können aber dennoch stolz sein es bis ins Halbfinale geschafft zu haben.