Mannschaftskämpfe in Groß-Gerau sind immer spannend und enden meistens knapp für die eine oder andere Mannschaft. Wir sind nicht in Bestbesetzung angetreten, aber wir konnten für die beiden hinteren Bretter zwei gleichwertige Spieler aufbieten. Alle Partien entwickelten sich auf Augenhöhe und mit der Zeit fand ich, dass wir in den mittleren Brettern besser standen.
Aber fangen wir von vorne an. Maxi hatte wie immer eine Stellung auf dem Brett, die man wahrscheinlich nur versteht, wenn man so gut spielt wie er. Sein Gegner opferte eine Figur um Gegenspiel zu bekommen, aber das hat nicht gereicht und Maxi fuhr den vollen Punkt ein. Marcel kam schon nicht gut aus der Eröffnung heraus und sein Königsläufer spielte nicht mit und stand sehr lange auf der Ausgangsposition. Am Ende hatte er zwei Bauern gegen sich, was ein Gegner sicher verwertete. Andreas F versuchte über die offene e-Linie zum Erfolg zu kommen und hatte nach dem Mittelspiel einen Mehrbauer, aber bevor er diesen Vorteil nutzen konnte kam sein Gegner zu Dauerschach, so dass die Partie remis endete. Bei Martin sah die Partie gefühlt Remis aus, obwohl er einen Bauern weniger hatte, aber die Damen waren noch auf dem Brett, aber sein Gegner nutzte dann die Schwäche seiner schwarzen Felder auf dem Königsflügel aus und kam zu einem eleganten Mattangriff.
Bei mir selber entwickelte sich eine eher langweilige Partie wo ich Dank eines aktiven Springers einen Bauer gewinnen konnte. So dass ich im Endspiel zwei Bauernblöcke gegen vier einzelne Bauern hatte, was eigentlich zu gewinnen war. Am Ende kam ein verdientes Remis heraus, weil ich eine falsche Fortsetzung wählte. Jürgen war der aktivere Spieler und konnte mit seinem Dame in die weiße Stellung eindringen, aber es reichte nicht zu einem großen Vorteil. Das Endspiel war dann klar Remis und nach viel hin und her gezogen einigen sich beide Spiele auch darauf. Schon mit Vorteilen und mehr Platz kam Stephan aus der Eröffnung heraus, die er dann konsequent nutzte und so einen Sieg einfuhr. Jannik verlor in der Eröffnung einen Bauern und trotzdem bot sein Gegner Remis an, was er Gott sei Dank nicht annahmen. Seine Figuren waren die aktiveren, nutzten die Felder viel besser, spielten zusammen, so dass er am Ende nicht nur Material gewann, sondern auch ein Matt heraussprang.
Am Ende haben wir mit 4,5 zu 3,5 gewonnen. Das Ergebnis ist knapper als es auf den einzelnen Brettern zwischendurch aussah. Letztendlich ein Spitzenspiel mit dem besseren Ende für uns.